ATF

  • ATF = Automatikgetriebeöl

    Ein Automatikgetriebe unterscheidet sich im Aufbau von einem Schaltgetriebe dadurch, dass es sich aus einer unterschiedlichen Anzahl und Kombination von Planetengetrieben (siehe auch Simpsonsatz, Ravigneauxsatz, Wilsonsatz, Lepelletier) zusammensetzt. Anders als beim Doppelkupplungsgetriebe sind keine zusätzlichen Synchronisationselemente erforderlich, alle Schalt- und Kupplungsvorgänge erfolgen mit Lamellenkupplungen, Lamellenbremsen, Freiläufen oder mit Bremsbändern. In Ausnahmefällen wird bei Automatikgetrieben auch auf Planetenradsätze verzichtet, so z. B. bei den Hondamatic-Getrieben und beim Automatikgetriebe der Mercedes-Benz A-Klasse (W168). Es handelt sich dann wie bei Schaltgetrieben um Mehrwellengetriebe, die allerdings statt Synchronisierungen und Schaltmuffen für jeden Gang eine eigene Lamellenkupplung besitzen.


    Die kraftschlüssige Verbindung der einzelnen Planetengetriebestufen (Planetensätze) mit den Ein- und Abgangswellen erfolgt mittels Lamellenkupplungen (früher auch mittels Bremsbändern). Ein Automatikgetriebe wechselt nach einer vom Konstrukteur vorgegebenen Logik die Gänge selbsttätig, der Fahrer muss nicht eingreifen. Die Steuerung des Getriebes erfolgte bis Ende der 1980er Jahre hydraulisch. In der heutigen Zeit erfolgt die Steuerung elektronisch und die Betätigung der eigentlichen Schaltelemente (Schaltkupplungen) elektrohydraulisch. Automatikgetriebe verwenden in der Regel einen Drehmomentwandler als Anfahrkupplung.

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