Chiptuning für den Diesel

  • Naja, kostet nur ein Tragl Bier einzulösen bei unserem nächsten Treffen.


    Es kommt aber auch selten vor, dass in einem Forum soviel fachliche Kompetenz tatsächlich vertreten ist. Hobbyjuristen, Hobbysachverständige, oder Hobbyversicherungstandler etc gibts genügend an den Stamnmtischen. Bei uns im Forum ist es anders!


    Ja, ist wirklich angenehm hier. Nicht so viele Möchtegern-Fachleute wie bei vielen anderen Foren.
    Hoffentlich ist das im CX-5-Forum auch so.... ^^ (das ich ja ab September dann brauchen werde :rolleyes: )

  • Es wird so ablaufen, dass die Versicherung den Schaden, den Du mit einem Fahrzeug ohne Betriebserlaubnis verursacht hast, begleicht, aber dann auf Dich zukommt und Regress fordert.
    Die Betriebserlaubnis wird mit Sicherheit erlöschen, sobald Du einen Chip oder sonstige Dinge zur Leistungssteigerung verbaust oder irgendwelche Spoiler. Lampen etc. anbringst, die nicht zugelassen sind.


    Fakt ist, dass die Versicherung den Schaden des Geschädigten erstatten muss! Was die Versicherung dann mit Dir anstellt, ist in den Versicherungsbedingungen hinterlegt.

  • Hier gehts immer um das Wort "zugelassene Teile". Auch im Versicherungsjargon gibt es mitversicherte Teile am Auto, zu denen auch Tunig und leistungsverstärkende Dinge gehören. Auch hier gilt eine Mitversicherung, sofern es zugelassen ist. Zu beachten sind hierbei unterschiedliche Höhen der mitversichrten Teile je nach Tarif und Versicherung.
    Der Einbau einer Tuningbox bedeuted nicht automatisch Verlust des Versicherungsschutzes und auch nicht automatisch Verlust der BE. Ich hab hier vor längerer Zeit mal mit unserer Schadenabteilung diskutiert. Hier kommt es immer auf die Höhe der Zusatzleistung an. Mir wurde gesagt, bis rd 18% ist dies absolut egal und interessiert niemanden. Hier eine Kausalität der 20 -30PS mehr zu einem Schaden herzustellen ist unmöglich. Irgendwelche Hubraumveränderungen oder sonstige Leistungssteigerungen im höheren Bereich sind dagegen problematisch. erst recht wenn sich sicherheitsrelevante Probleme geben wie z.bsp, eine zu kleine Bremsanlage für ein aufgetuntes Auto. Eine deutliche Erhöhung der Endgeschwindigkeit wird ja durch eine Box in der Regel nicht erreicht.
    Regress:
    Grundsätzlich ist es so, dass du max bis 5000.- in Regress genommen werden kannst. Alles andere zahlt die Versicherung. Doch auch hier gilt immer eine direkte Kausalität.


    Bei der Kasko kann es zu einer Leistungsverweigerung kommen, allerdings wird auch hier wegen 20 PS mehr keine Versicherung vor den Kadi gehen, denn der Nachweis, dass deine Box ursächlich an einem Crah Schuld ist, wird sicherlich kein Gutachter unterschreiben. Denn 20 PS bewirken keine großartig veränderten Höchstgeschwindigkeiten.


    Wohlgemerkt, ich sprech hier nur von unseren kleinen Boxen, die 20-30PS mehr bringen, nicht von richtigen baulichen Veränderungen!


    Mal abwarten was Lars sagt.


  • Seht ihr, im Punkt "Gefährdung anderer....." im Link ist es schon angesprochen, wenn auch nicht ausdrücklich genannt. Das "Erlöschen einer BE" soweit überhaupt vorliegend, führt bei einem Unfall nicht automatisch zur Haftung. Bei einem Unfall ist es eine Sache zwischen den Kontrahenten und deren Haftpflichtversicherungen. Beim OWi- und Strafrecht geht es nur um das Verhältnis zwischen Staat und Bürger. Um Auswirkungen auf die Haftung nach einem Unfall zu haben, müsste eine Ursächlichkeit zwischen Tuning und Schadensverursachung bestehen. Inwieweit das vorliegt, ist allgemein schwer zu sagen, es kommt auf den Einzelfall an. Das eine moderate Leistungssteigerung bei einem Unfall ursächlich wird, wäre aber wohl eher die Ausnahme. Siehe auch denzutreffenden Beitrag von minagi.