Premiumautos "made in germany"

  • Also das mit dem angeben stimmt in meiner Ecke nicht! ich glaub im ganzen Landkreis gibts nur meinen CX7. Ist schon ein Hingucker! 8o


    :D Jürgen, das mit Deinem Landkreis und nur einem CX-7 ist eine Steilvorlage für mich, bei der ich die Finger kaum still halten kann. :D:D noch schaff ich es. :D:D;)

  • Premium, wenn ich das schon höre!!!!!


    Ich habe jetzt 3!!! Mal den Fehler gemacht, deutsche Premiumprodukte zu kaufen. Im Glauben an all die Medienberichte fing ich mit einem Audi A6 4B an. Es war ein Avant Quattro mit dem 2,5er V6 Diesel. Es war ein tolles Auto. Bis 3 Monate nach der Garantie. Da ging die Standheizung nicht mehr. Diagnose: der Temperaturfühler. Kostenvoranschlag von Aud: 1300 Euro!!!


    Anruf bei Webasto:


    "Der Fühler kostet 35 Euro. Einbau ein Kinderspiel. Was? Sie fahren einen Audi? Vergessen sie es. Wir sind von Audi beauftragt, die Standheizung so zu bauen, dass man keine Teile tauschen kann. Die ganze Einheit wird "verschweißt", sodass man sie nicht öffnen kann."


    Audi verbaute mir also eine neue, komplette Standheizung. Ich wette, dass die Ausgebaute dann zu Webasto geschickt wurde, dort instand gesetzt wurde und als Neuteil zurück in ein Auto gebaut wurde.



    Zwei Monate später:


    Der Wagen zieht nicht mehr. Diagnose bei Audi: Druckmembran Turbo defekt. Kostenvoranschlag: 1600 Euro. Die Druckdose gibts überall für 30 bis 50 Euro. Nicht aber bei Audi. Da ist sie im Gehäuse des Turbos integriert. Also musste der nicht defekte Turbo gleich mit getauscht werden.


    Ein halbes Jahr später bei Kilometerstand 120.000: MOTORSCHADEN. die Nockenwellen waren eingelaufen. Dadurch löste sich etwas im Ventiltrieb und gelang in einen Brennraum. Reparaturkosten genauso hoch wie der Marktwert - wirtschaftlicher Totalschaden.


    Danke Audi!!!!




    Ich kaufte danach einen Skoda Superb Combi 2 Liter mit 4x4. Man beteuerte mir, dass es bei Skoda sowas nicht gibt. Klar kann etwas kaputt gehen, aber es gibt keine "Modulbauweise", bei der ganze Elemente getauscht werden müssen. Und sie hatten recht. Es musste nichts getauscht werden. Es hat alles wunderbar funktioniert. Ich habe den Wagen 3 Jahre über 50.000 KM gefahren, ABER: Premium ist was anderes. Bei der Probefahrt fällt einem das kaum auf, aber nach ein paar tausend Kilometern ist man reichlich genervt von dem Wagen. Das billig wirkende Hartplastik ist auch noch ziemlich mau verarbeitet und knistern und klappert permanent.Der Fahrersitz ist nicht mittig zum Lenkrad - schiefes Sitzen, stuckeriges Fahrwerk, total nervige Abstimmung zwischen Motor und Getriebe, man hat immer ein Turboloch, egal wie hoch man dreht. Harte Schläge aus dem Antriebsstrang, wenn der Allrad regelt, lieblos "nicht-durchdachte" Ausstattung. Die Funktion von eigentlich Allem ließ zu Wünschen übrig. Die Klimaautomatik war absolut überfordert mit dem großen Wagen, der Motor auch. Das Navi war eine Zumuting, obwohl es sehr schön aussah. Klang trotz Soundsystem wenn leise, relativ gut, aber sobald man über Gesprächslautstärke ging, nicht mehr auszuhalten. Ein Geschepper, kaum zu beschreiben. Und das zog sich durch den Wagen wie ein roter Faden. Verkauft hab ich den Wagen dann nach der Reparatur eines Unfalls. Ich habe auf schneebedeckter Straße eine Verkehrsinsel überrutscht. Grund hierfür: TOTALAUSFALL!!! des ABS und ESP. Der Wagen rutschte mit blockierenden Rädern geradeaus.


    Im Grunde ist der Superb gar nicht so schlecht, wie ich ihn darstelle, würde er preislich zu seinem Niveau stehen. Damit meine ich, er wäre ca. 30.000 Euro wert. Nachdem mein Modell mit allen Extras aber 46.000 Euro gekostet hat, war es eine absolute Zumutung.


    Aber man lernt ja nicht aus. Deshalb kaufte ich dann einen Mercedes. Keinen Neuen, denn der Wertverlust ist ja übel. Zudem wurde mir von mehreren Seiten erzählt, dass gerade ein Mercedes, wenn aus gepflegter Ersthand, mit ein paar Jährchen auf dem Buckel sehr empfehlenswert sei. Ich suchte also nach einem guten Erstbesitzer. Und ich fand einen. Seriöser Mann, Mitte 50, selbständig, solvent. Der Benz war ein Zweitwagen neben einem großen Volvo SUV, daneben parkte noch ein Porsche. Und das Alles in einer sehr feinen Wohngegend am Walchensee.


    Es war ein C280 T 4 Matic. Also ein 3 Liter V6, permanenter Allrad hecklastig, Automatik und Avantgarde-Ausstattung mit sehr vielen, guten Extras. Kilometerstand knapp 200.000 ABER: absolut lückenlos Scheckheftgepflegt und nachweislich nur Langstrecke. Zudem JEDEN Rückruf und jede von MB durchgeführte Modifikation. Ein ganzer Ordner voll Dokumentation. Auch bei MB im Computer alles abgespeichert und nur ausschließlich von ein und demselben Meister geschraubt. Nachdem der Preis mehr als lockend war, schlug ich zu. Klar, bei einem Gebrauchten mit der Laufleistung kann immer mal was kommen. ABER: das was kam, war der Gipfel. Keine 5000 KM und die Motorkontrollleuchte ging an. Ich überspringe hier die Wochen dauernde Fehlersuche seitens MB (zumal sie von Anfang an wussten, was defekt ist, da es sogar vom Werk eine genaue Vorgabe gibt, was zu tun ist). Es war ein Materialfehler an einem Zahnrad der Steuerkette. Dazu muss der komplette Motor ausgebaut werden. Da Automatik und Allrad summiert sich das Ganze auf 5800 Euro. Wie schon erwähnt, war es ein Materialfehler, den Mercedes 2009 in einer Pressemitteilung zugab. Erstbesitzer mit lückenlosem Scheckheft bekamen 100% Kulanz. Warum hat dies ach so tolle Werkstatt des Vorbesitzers nicht reagiert? Zumal im Mercedes Xentry der Fehler erstmals im Februar 2009 aufgetreten ist und nur im Fehlerspeicher gelöscht wurde? Vielen Dank auch. Der Jahresurlaub und einige Anschaffungen dieses Jahr fallen aus.


    Nein, hier ist noch nicht Ende, es geht schon noch weiter. Leichte Geräusche vorne links beim Beschleunigen. Diagnose: Achsgelenk. Kein Ding, denke ich, kostet bei jedem Hersteller ca 50 - 80 Euro. Einbau wird selbst erledigt. Denkste. Nicht bei Mercedes. Das Gelenk gibt es nicht einzeln. Es muss die komplette Antriebswelle getauscht werden. Auch am Aftermarkt nichts zu finden, da Mercedes das Baumuster nicht freigibt. Ratet mal, was die Antriebswelle kostet!! 1100 Euro.


    Na zum Glück ist der Rest des Wagens absolut Sahne. Aber immer beim Waschen kommt aus der Zierleiste hinten rechts so bräunliches Wasser raus. Da wird doch nicht Rost darunter sein? Kann nicht sein, an dem Wagen ist nicht ein Fünkelchen Rost zu sehen. Zudem sind alle Stempel der Rostvorsorge und Kontrolle im Scheckheft. Dann neulich auf der Hebebühne eines Freundes richtete ich den Blick unter die Heckschürze. Da war kein Rost, da waren Faustdicke Löcher. Nachdem wir einige Verkleidungen, Schürzen und Schutzbleche abgenommen haben, waren wir geschockt. Ein Schweizer Käse war ein Dreck dagegen. Ab zu Mercedes. Warum sind da alle Stempel im Heft, wenn der so rostet? Das kann nicht mehr nachvollzogen werden, da es den Meister, der gestempelt hat, nicht mehr gibt. ABER: Großzügigerweise beteiligt sich Mercedes an der Entrostung. Nur wie hoch, das wird mir erst nach der Rechnungsstellung durch das AH mitgeteilt. Mercedes tauschte daraufhin Türen und Heckklappe und reparierte die Seitenteile sowie Teile des Unterbodens. Nach Abzug der Beteiligung durch Mercedes blieb ein Eigenanteil von 3000 Euro übrig. Das war im September 2013. Im Januar beim Waschen entdeckte ich die ersten neuen braunen Flecken. Und wo? An den getauschten Türen und komplett neu gemachten Seitenteilen. Was sagt Mercedes? NICHTS. Jetzt sind 8 Jahre um, da der Wagen im September 2005 zugelassen wurde. Daher auch die Kulanz beim Entrosten, da es genau der letzte Monat der Rostgarantie war. (Keine Vollübernahme sondern nur Kulanz, da ich nicht der Erstbesitzer war) Aber jetzt sind 8 Jahre um und da gibts NULL KOMMA NICHTS mehr, obwohl die Entrostung erst 4 Monate her ist und da ja eigentlich auch wieder Garantie drauf sein sollte. Die Reaktion Seitens MB auf diesen Garantiehinweis verstehe ich so, dass sie mir viel Glück wünschen beim Prozess, den ich führen müsse.


    Der Mercedes ist echt ein tolles Auto. Er fährt sich genau so, wie ich es mir immer gewünscht habe. Genug Power, super Schaltung, satte Straßenlage, alle Ausstattungsdetails perfekt gelöst und in Funktion nicht besser machbar.
    Gekostet hat mich der Spaß annähernd 10.000 Euro zuzüglich zum Kaufpreis. Normalerweise sollte man jetzt sagen: Alles perfekt gemacht, Motor generalüberholt, Achsen fit, Bremsen neu, Karo rostfrei, etc, etc. BEHALTEN, bis er auseinander fällt. Der Storch ist da allerdings anderer Meinung und bescherte noch einen Stammhalter. Mit 3 Erbschleichern auf der Rückbank fällt der Benz aus. Jetzt, wo alles gemacht ist, kommt er weg.


    Kurze Anfrage bei meinem MB-Dealer, was er mir geben würde (er weiß ja, dass alles neu ist und knapp 10.000 drinn stecken). Seine Antwort: Händler Einkauf sind 7500!!!! Ich beendete das Gespräch wortlos.



    Leck mich am Arsch mit deutschen Premiumautos. Bevor ich mir je wieder sowas zulege, fahr ich lieber Yugo, Zastava oder Lada.



    BTW. Als Zweitwagen für meine Frau haben wir einen rostigen und verbeulten Daihatsu YRV mit 1,3er und Allrad. Die Kiste wird kalt wie warm nur geschrubbt. Der kennt nur digitale Fahrweise: Vollgas oder Nichts. Waldwege, Wiesen, Schotterpisten (ich wohne mitten im Bayerischen Wald, da gehts quer durch den Wald schneller ans Ziel, wenn man sich auskennt). Waschwasser sieht der Wagen genau einmal im Jahr. Klar wird immer rechtzeitig das Öl gewechselt, aber der Rest ist immer noch so, wie beim (gebraucht)Kauf. Mittlerweile hat er 190.000 KM auf der Uhr. Davon 90.000 von uns in besagter Fahrweise. Zusammenstellung der Kosten bisher: 20 Euro Scheibenwischer, 4 Mal Ölwechsel für je ca 60 Euro mit Filter, 4 neue Winterreifen Fulda Kristall für zusammen 240 Euro, TÜV-Gebühren ca. 100 Euro für eine "mängelfreie" Plakette. FERTIG!!!!!!!



    PS: sollte jemand Interesse an einem MB C280 T 4Matic in Bestzustand haben, gerne PN an mich.

  • Ein guter Freund von mir hat sich einen nagelneuen 3er BMW kauft. Schon beim abholen hatte er Probleme den dritten Gang einzulegen.
    Nach einer Woche (500 km) ging der dritte Gang überhaupt nicht mehr. Beim Händler wurde dann ein Getriebeschaden festgestellt. Nach weiteren zwei Wochen ist Ihm das Rücklicht weggefallen. Dann ging auch noch die Einparkhilfe kaputt. Er hat bis heute beim Rückwärtsfahren eine Dauerton, und BMW weiss bis heute nicht warum? Das Auto hat einen Listenpreis von 52.000 €.


    BMW Freude am Fahren  :thumbsup: 


    Grüße
    Mathias

  • Naja, Getriebeschaden bei Auslieferung ist zwar ärgerlich, aber kostet ja rein gar nichts. Und elektronische Probleme sind bei BMW seit jeher bekannt. Ärgerlich allemal, aber es geht nichts ins private Geld. BTW. der Mercedes hat 2005 bereits 59.000 Euro gekostet. Serienfehler inklusive ohne Aufpreis ;)

  • Das Mercedes Müll IST, hätte ich dir auch sagen können....




    Zu dem A6, währst mal in einem unabhängigen KFZler gefahren, der hätte dir die Skoda Superb Teile verbaut, denn die sind baugleich mit dem A6 ;), dennoch kannst du den Tschechen nicht mit dem Ingolstädter Vergleichen. Ein vollausgestatteter A6 kostet auch das doppelte wie der Superb, das man da abstriche machen muss, ist klar.


    Aber ich betone nochmals, wer ein Neuwagen bei einem deutschen Händler kauft, ist selber schuld oder hat zuviel Geld über. Ein EU Import, ist bei der Größe von KFZ, mindestens 6.000€ billiger, als der Freundliche ums Eck.



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