Bremsscheiben

  • Wie wir ja mittlerweile aus einigen Fällen wissen (und es bei diversen vielen japanischen Autos haargenau auch so ist) sind die Bremsscheiben / Bremsbelag Kombinationen beim CX-7 ja anfällig fürs wellig werden, was dann zu starken, störenden und u.U. sogar gefährlichen Vibrationen auf der Vorderachse und im Lenkrad führen kann. Solche Vibrationen stellen dazu eine absolut vermeidbare Überlastung aller anderen Fahrwerksteile dar, was zu Folgeschäden führen kann.


    Die Händler wissen mittlerweile darüber Bescheid. Es wird darauf reagiert, in dem bei entsprechenden Beschwerden oder allzu auffällig welligen Scheiben dieselbigen abgedreht werden. Von Scheffixy wissen wir, das dies nur kurzfristig Besserung bringt - wie zu erwarten ist, denn durch das Abdrehen wird die Bremsscheibe dünner, sie kann dadurch noch weniger Hitze speichern, wird instabiler, so dass klar ist, das man damit zwar das Symptom beseitigt , aber nicht die Ursache und das man dadurch auch es noch wahrscheinlicher macht, das der gleiche Mangelzustand wieder, wahrscheinlich sogar schneller wieder auftritt.


    Man könnte also sogar darüber streiten, ob dies eine taugliche Abhilfe ist, denn eine solche muss (achtung juristendeutsch) "grundsätzlich geeignet sein, den vorhandenen Mangel dauerhaft zu beseitigen".


    Da kommt es jetzt auf die Sichtweise an. Manch einer wird ein paar Tausend Kilometer länger ohne die Vibrationen fahren können, bei manchem geht es schneller, bis der gleiche Mangel wieder auftritt.


    Eine durchgreifende Änderung wird erst eintreten, wenn man entweder Bremsbelag oder Bremsscheibe ändert oderbeides. Bei anderen Bremsbelägen besteht aber die Gefahr, dass diese dann entweder deutlich schlechter bremsen oder deutlich kürzer halten und dann vielleicht keinen 20.000km Intervall durchhalten.


    Das Allerbeste wäre es, die offenbar typisch japanische Bremse rauszuschmeißen und gegen hochwertige Nachrüstteile zu ersetzen.
    Für alle die CX-7 Fahrer mit besser gefülltem Geldbeutel wollte ich hier nur eine exotische Lösung darstellen, die aber sicher absolut kein Auge trocken läßt.


    www.sicom-brakes.de - Willkommen



    Hersteller sitzt in Slowenien (also EU) ist solide und hat einen deutschenImporteur, den ich aus dem Motorradrennsport persönlich kenne. Im Moment gibt es natürlich noch keinen speziellen montagefertigen Kit für den CX-7 aber das ist bei Interesse von nur ein paar Fahrern kein Problem.


    Die Bremse bin ich bisher nur einmal in einem fremden Motorrad gefahren. Ich würde die Bremswirkung und das Verhalten der Bremse als "außerirdisch" beschreiben. Die teuren Carbonbremsen sind nicht viel besser.
    Im Gegensatz zu diesen sündhaft unbezahlbaren F1-Bremsen sind die SICOM-Teile voll alltagstauglich. Sie bremsen im Gegensatz zu reinen Renn-Carbonbremsen auch in kalten Zustand und bei nassemWetter gleich gut, sie sind bruchfester als herkömmliche Serienbremsen, sie halten viel mehr Temperatur aus (bis zur totalen Rotglut) und sie bremsen trotzdem wie der Teufel. Das Allerbeste: Sie haben mit den dazu gehörigen Belägen so gut wie keinerlei Verschleiss,die Beläge habenebenfalls sehr geringen Verschleiss.
    Der Nachteil: Sie sind aufgrund der Herstellung und der geringen Stückzahlen einfach teuer. Leider.


    Bei Premium-Herstellern wie Porsche, Ferrari, Lamborghini, bentley usw. werden die Dinger übrigens als Extra angeboten. Direkt ab Importeur ist es wesentlich günstiger, aber eben für Otto Normalverbraucher wahrscheinlich immer noch außer Reichweite. Wir reden hier von Preisen im Bereich zwischen 3.000 und 7.000 Euro je nachdem, wie umfangreich der Kit sein soll nur vorne oder vorn und hinten und je nachdem, ob auch Bremszangen und weitere Teile benötigt werden oder nicht).



    Auch wenn das für die meisten zu teuer bleiben wird (ich hab das Geld dafür auch nicht über und zuerst wäre das Motorrad dran) ich dachte, die info was das Optimum ohne Probleme wäre, kann ja nicht schaden. Schaut Euch die Webseite in dem Link mal an.

  • Hi,
    war heute Morgen beim fMH weil das Ruckeln wieder stärker geworden ist. Ergebnis: Bekomme wohl neue Bremsscheiben von besserer Qualität. Die jetzigen Bremsscheiben wurden gemessen (Stärke). Sie sind noch trotz schonmaligen Abhobelns 27,9 mm dick, Toleranzwert für meine Laufleistung von über 53000km wäre 26,8 mm.
    Der Meister hat Fotos gemacht wegen der Garantie. Bezahlen werde ich die neuen Scheiben aber auf keinen Fall. Da brauch mir auch keiner wegen Verschleiss kommen.
    Die Neuen sollen gelocht sein. Schau´n mer mal.


    LG Ralf

  • Ganz interessante Neuigkeit. Anscheinend wurden die vielen Garantiefälle zu teuer.
    Das mit dem auf die Laufleistung bezogenen Toleranzwert verstehe ich nicht ganz. Bitte genauer. Eigentlich gibt es bezüglich der Stärke (Dicke) der Bremsscheiben nur den Neuwert und die Mindestdicke (Verschleissgrenze). Die Mindestdicke darf NACH dem Abdrehen (plan drehen) der Scheibe nicht unterschritten sein.


    Bin aber aufgrund der verschiedentlich geschilderten Symptome, das es nach mehrmaligem Abdrehen besser wurde nach wie vor der Ansicht, das es zumindest nicht allein die Bremsscheiben sind, sondern es auch oder sogar überwiegend an den recht billig gemachten Bremszangen liegt. Man nehme einmal einen CX-7 Bremssattel in die eine Hand und einen Cayenne-Bremssattel in die andere. Wer ein wenig was von Technik versteht begreift, warum ein deutlich schwererer und schnellerer Cayenne solche Probleme, wie sie beim CX-7 auftreten, nicht hat.

  • Mist, wo habe ich den Cayenne-Bremssattel nur wieder hingelegt... ? :blush:

    hehe, der war gut.


    Meine Bremsscheiben sind heute beim TÜV/Inspektion getauscht. Grund - Innen verrostet, der Werkstattmensch sagt, das sieht man häufig bei älteren Leuten, die vorrausschauend fahren und wenig bremsen. Tja, wer bremst, verliert :D


    Mal schauen, ob die irgendwann auch wieder anfangen zu spacken.

  • Hi,


    äh...........wieso ist das Thema erledigt ?(


    Ich versuch´s mal:


    Heute Anruf vom fMh. "Es werden keine neuen Bremsscheiben mehr verbaut. Die Bremsanlage wird überarbeitet. Wir können nur noch die jetzt verbauten Bremsscheiben austauschen. Da ich mit 53000 km auch einen gewissen Verschleiss habe, bekomme ich neue Scheiben für 120€ brutto, dazu Bremsklötze für 80€ brutto. Wäre nach Adam Riese mit 200€dabei. So ein Schei... Habe dann den gleichen Mist wie vorher, nur neuer. Ich lass es wohl machen. Als "Trost" meinte der Meister, dass ja auch inzwischen die Beschaffenheit der Scheiben ja verbessert sein könnte. Ich werde beim kleinstem Ruckeln bei meinem bedauernstwerten Händler auf der Matte stehen. Er kann zrar nichts dafür, aber ich will endlich vernünftige Bremsen haben.


    LG Ralf

  • Kommt die vom Cayenne rein? Wäre doch toll, eine Kooperation von Mazda und Porsche.


    Ich denke, da stehen etwas andere Resourcen bei Porsche dahinter.


    Es dürfte schwer fallen den Cayenne mit dem CX sinnvoll zu vergleichen, ist doch eine andere Liga.


    Und die komplette Anlage bei unserem gegen die Neue zu tauschen, wird sich auch nicht rechnen.

  • Kommt die vom Cayenne rein? Wäre doch toll, eine Kooperation von Mazda und Porsche.
    Ich denke, da stehen etwas andere Resourcen bei Porsche dahinter.
    Es dürfte schwer fallen den Cayenne mit dem CX sinnvoll zu vergleichen, ist doch eine andere Liga.
    Und die komplette Anlage bei unserem gegen die Neue zu tauschen, wird sich auch nicht rechnen.


    Die komplette Anlage (=Zangen, Befestigungen und Scheiben) vom Cayenne passt natürlich nicht da dann die Befestigung der Bremsscheibe / Nabe / Mittenloch identisch sein müßte und das ist nicht der Fall. Man könnte ein Scheibenmaterial (zB. Brembo 2-teilig GranTurismo-Serie) nehmen, bei der es zur Cayenne-Bremszange passende Beläge gibt, dann müßte man noch selber einen Halteadapter für die Cayenne Zange bauen und sich dann einen passenden Stahlflexbremsschlauch konfektionieren lassen. Das wäre für mich kein Problem, allerdings mehr Aufwand bei der TÜV-Abnahme.


    Verwendung der Cayenne Zangen setzt voraus, das man günstig an gute, gebrauchte Teile ran kommt (neu vom Preis uninteressant).

  • Ein freundliches Hallo an alle.


    Das Problem mit dem Ruckeln hat ich über den Winter auch. Es verstärkte sich dann nach dem Aufziehen der 22" zum Frühjahr hin. Mein freundlicher Händler kannte das Problem nicht.. Seltsam :censored: ..
    Vielleicht es es ein kleiner Trost: Nach ca 3000 km auf der Bahn und häufigen leichtem Bremsen, hat sich das Thema dann wieder erledigt ..


    Nun Bremst er wieder perfekt....


    Soll aber nicht heißen, dass ich die ganze Angelegenheit gut finde ..


    Nett sind die Händler alle .. aber manchmal :censored:

  • Jetzt bin ich auch wieder da, wo ich beim Galant aufgehört habe.


    Wir waren gestern zu viert nach München unterwegs zum Ozzy.
    Und nachdem der alte Herr beschlossen hat, früher anzufangen, weil Sharon gesagt hat: Du bist spätestens um 23.00 im Bett, bin ich etwas züiger gefahren, so mit einer 2 unter der Nadel.
    Ging eigentlich auch alles ganz gut, bloß bremsen, noch nicht mal besonders hart, mag er überhaupt nicht mehr. Da schüttelt er sich richtig vor Abscheu bis zum Lenkrad.
    Da ich sonst ja nicht zu diesen Geschwindigkeiten komme, fällt es halt sehr selten auf.


    Die Liste wird länger, die mein MH demnächst ändern darf, aber eigentlich nur Kleinigkeiten, abgesehen von den Bremsen.

  • Hi,


    die neuen Bremsscheiben sind drunter. Zusätzlich neue Bremsklötze und einen Befestigungssatz ( würde gegen das Quitschen sein empfahl der Meister). Kostenpunkt brutto: 113€.


    Die Rechnung über 120€ für die Bremsscheiben kommt später. Muss noch mit Mazda abgerechnet werden.


    Die Handbremse wurde auch eingestellt. Zieht aber dem dritten Ratsch.


    LG Ralf

  • Meiner steht grad auch in der Werkstatt. Bekomm neue Scheiben und Beläge. Ich hoff natürlich auf Kulanz trotz 49tsd km. Also ab heut Abend kann ichs wieder mal guten Gewissens krachen lassen, hoffentlich???
    Bin gespannt wie lange..;)


    Und eastside, das merkst am Schlagen des Lenkrades.

  • Weiß jemand von euch, woran man unterscheiden kann, ob die vorderen oder hinteren Scheiben verzogen sind?


    Messen. :girl:


    Ich bleibe übrigens dabei: Das eigentliche Problem sind nicht die Bremsscheiben, jedenfalls nicht nur, sondern vor allem die absolut billig gemachten Schwimmsattel-Bremszangen.
    Wenn man bedenkt, das der CX-7 ein großes, fast 2 Tonnen schweres und über 200 km/h schnelles Auto ist und man sich dann ansieht was Mazda da für Bremssättel verbaut, kriegt man -pardon- das Kotzen.


    Wer Laie ist und das nicht sofort erkennt, dem rate ich mal, sich die Bremsen an einem Audi Q7 (3.0 diesel) oder Porsche Cayenne (Basismodell) anzuschauen: Da sind vorne 6-Kolben Festsattelbremszangen von Brembo verbaut, eine völlig andere Hausnummer, was Qualität, Leistung, Dosierbarkeit und Standfestigkeit angeht.
    DAS sind angemessen konstruierte Bremsenbauteile für ein so schweres und schnelles Auto, aber nicht die lumpigen, billigen CX-7 Serienteile, die man vielleicht in einen Mazda-2 einbauen kann, die aber in einem Fahrzeug der Gewichts- und Geschwindigkeitsklasse eines CX-7 überhaupt nichts verloren haben.


    Wie kann im Jahr 2010 ein so mangelhaft bei lebenswichtigen Teilen ausgestattetes Auto überhaupt eine Zulassung bekommen ?


    Das ist eine Schande und Zumutung, was Mazda da mit seinen Kunden macht.


    Ich bin jedenfalls auf der Suche nach einer Umbaumöglichkeit auf genau diese Brembo-6-Kolben-Festsattel-Bremszangen.
    Ich muss nur noch ein preislich akzeptables Angebot finden. Und ich will eine Beteiligung von Mazda. Denn die Serienbremsen sind - trotz noch guter Scheiben- nicht akzeptabel. Es ist nicht zumutbar, wenn man bei Tempo 160 aufwärts auf der Autobahn bei einem neuwertigen Auto in einem Alter von ein paar Monaten nur zwei oder dreimal kräftiger bremsen muss und dann der ganze Wagen einen so durchschüttelt, als wenn man in einem riesigen Elektromixer sitzt und man dabei Mühe hat, den Wagen weiter geradeaus zu fahren.


    Es ist nämlich nicht zu erwarten, das die Änderung der Bremsscheiben das eigentliche Problem beseitigt. Und das sehe ich wie gesagt bei den billig gemachten, ungenügend standfesten Bremssätteln.


  • Also ich weiß gar nicht, wieso Du Dich so aufregst? Es gibt kein perfektes Auto - und auch Du würdest bei Porsche & Co. etwas zu motzen haben. Schau Dich mal in andere Foren um, da legst Du die Ohren an. Da sind "unsere" Bremsprobleme Kikifachs gegen. Ich kann nur sagen, der CX7 entspricht (bis jetzt) meinen Erwartungen. Vorher hatte ich fast 10 Jahre einen Mitsubishi Galant. Der hatte auch von Anfang an Bremsprobleme. Man kann seinen Fahrstil anpassen - oder halt eine Bremsanlage für 5.000€ nachrüsten. Jeder so, wie er es mag und kann.


    Aber 32.000€ für einen gut ausgestatteten CX7 ist in diesem Segment ein wirklich mehr als fairer Preis!


    :mazda:


  • Messen. :girl:


    Also kann man es nicht anhand der Vibrationen während des Fahrens unterscheiden? Schade...
    Du weißt nicht zufällig, wer ein Messgerät dafür hat? :essen:


    2 Fragen bezüglich der Bremsanlage vom Cayenne:
    - wie lang kannst du noch warten?
    - was soll letzte Preis sein?


    :vain:

  • eastside: Ich hab schon was im Auge. Allerdings nicht aus Stettin, falls Du das meinst. Klären wir Montag. Messen bei eingebauten Scheiben am einfachsten mit einem Satz geschliffener Leisten.


    Obiwan: Sicher ist unser CX-7 ein tolles Auto. Sicher ist er für das, was er insgesamt bietet auch ein hervorragender Preis-Leistungs-Kauf. Sicher wird in anderen Auto-Foren auch gemeckert und in vielen anderen Foren sicher noch mehr oder viel mehr. Man muss es aber differenziert sehen:


    Hier geht es um einen sicherheitsrelevanten, uU. lebensgefährlichen Mangel. Da darf man keinen Spaß verstehen.


    Man wird diesen Mangel bei zurück haltender, sehr defensiver Fahrweise und solange man nicht schneller als ca. 130 km/h fährt wohl entweder gar nicht oder nur stark abgemildert bemerken. Aber wir sind nunmal in Deutschland, wo zumindest auf der Autobahn Gott sei Dank noch nicht alles kaputt reglementiert ist und wo man die 202 (plus x) die der Wagen fährt, ausfahren kann und bei der oft zähen Verkehrsdichte dann öfter mal knackig auf die Bremse treten muss.
    Und dann wird es erfahrungsgemäß bei mehr als 10.000 km Laufleistung (manchmal auch bei jüngeren CX-7) und spätestens bei der 3. Bremsung gefährlich, zumindest sehr ungemütlich und die extremen Vibrationen und das Lenkradschlagen sind sicher auch nicht gut für das Fahrwerk und die Bauteile der Lenkung und Radführungen.


    Wer das als zahlender Kunde verharmlost, hat einen nassen Helm auf, pardon.


    Und ja: Ich würde gerne ein paar Euros mehr für den CX-7 zahlen, wenn er mit einer angemessenen und jederzeit sicheren Bremsanlage vorn ausgerüstet wäre.
    Ändert nichts daran, das ich es absolut unverständlich finde, wie die Zulassungsbehörden ein Auto mit einer solch unsicheren Bremse auf deutsche (EU) Straßen lassen können - insbesondere wo gerade die Japaner sich jahrzehntelang mit allerhand "komischen" Zulassungsvorschriften gegen europäische Autoimporte nach Japan gewehrt haben.

  • @Greenkeeper: Stettin hatte ich bei meinen Fragen weniger im Sinn. Mit der 2. Frage wollte ich nur herausfinden, wieviel du für die Bremssättel vom Cayenne bereit wärst zu zahlen. Ich hab nämlich u.U. ne Bezugsquelle dafür ;)
    Aber du hast Recht, wir sprechen Montag detaillierter drüber.

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